Niedersächsische Landesforsten stellen neues Konzept vor
Emstek/Großenkneten. Über 30 Personen folgten am letzten Freitag einer Einladung der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems e.V. (BSH) an die Ahlhorner Fischteiche.
Forstamtsleiter Stefan Grußdorf erläuterte das neue Konzept der Niedersächsischen Landesforsten einer „Modellregion für Wasser-, Natur- und Klimaschutz“. Nicht mehr die naturnahe Fischzucht steht als Bewirtschaftungsziel an erster Stelle, Priorität haben hier ab sofort die Wasserrückhaltung und der Natur- und Artenschutz.
Hierfür will das Forstamt das Wassermengenmanagement umfassend ändern. Stillgelegte Teichflächen (25 ha) werden wieder geöffnet, um Hochwasserspitzen abfangen und mehr Wasser für die Grundwasserneubildung in der Fläche halten zu können. 14 ha werden zu sogenannten Naturschutzteichen. Hier geht es in besonderem Maße um den Schutz der Lebensräume von Amphibien, Vögeln und seltenen Pflanzen wie z.B. Strandlingsgesellschaften. Aber auch die verbleibenden 89 ha Fischteiche werden nicht mehr, wie bisher üblich, regelmäßig jeden Winter abgelassen. Auf etwa der Hälfte der Teichflächen erfolgt ein Ablassen im zweijährigen Wechsel, bei einigen Teichen sogar erst nach drei oder fünf Jahren.
Außerdem entwickeln die Landesforsten den die Teichlandschaft wie ein Puffer umschließenden Wald weiter. Die Laubbaumanteile werden erhöht, Feuchtgebiete und Moorflächen werden renaturiert. Auf insgesamt 1.000 ha Fläche werden auf diese Weise mehr und stabilere Lebensräume für gewässerliebende Tier- und Pflanzenarten geschaffen.
Die BSH begrüßt diese veränderte Schwerpunktsetzung sehr und freut sich über die langjährige gute Kooperation mit dem Forstamt Ahlhorn. Weitere Infos unter: Wasser-, Natur- und Klimaschutz im Großmodell – Niedersächsische Landesforsten












